
Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec verabschieden sich nach 35 Jahren von ihren “Tatort”-Rollen. Doch ausgerechnet die Dreharbeiten zur letzten Folge enden schmerzhaft.
Nach über drei Jahrzehnten und 100 gemeinsamen Fällen endet eine Ära im deutschen Fernsehen: Die Münchner “Tatort”-Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) treten 2026 ab – nicht die einzigen “Tatort”-Stars, die gehen.
Die Dreharbeiten für ihren letzten Fall sind nun abgeschlossen, wie “Bild” berichtet. Den Schauspielern wurde dabei ein letztes Mal alles abverlangt: Beim Dreh verletzte sich Nemec und musste in die Notaufnahme gehen.
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Das Finale der beiden Kommissare wird als Doppelfolge inszeniert. Regie führt Sven Bohse, bekannt unter anderem durch “Ku’damm 56” und “Sisi”. 2018 inszenierte er bereits die München-“Tatort”-Folge “Wir kriegen euch alle”. Etwa 40 Drehtage liegen hinter dem Team.
Trotz des Drehschlusses stellte sich bei beiden Kommissaren bislang noch keine Wehmut ein: “Es gab letzte Szenen, in denen wir gefroren haben. Letzte Momente, in denen es unerträglich heiß war. Und letzte Male mit unglaublichen Textbergen. Das meiste zum Thema Abschied wird von außen an uns herangetragen. Vielleicht kommt es noch, dass man es selbst auch als Abschied fühlt”, sagte Wachtveitl der “Bild”-Zeitung.
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Auch Nemec fühlt noch keinen Abschiedsschmerz: “Ich glaube auch, dass der Blues danach kommt. Dass das jetzt unser Ende ist, wird mir wohl erst hinterher bewusst. Und beim zweiten Bier kommt vielleicht auch mal eine Träne.”
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2026 ist Schluss: Udo Wachtveitl (links) und Miroslav Nemec hören als „Tatort“-Kommissare auf. BR/Roxy Film GmbH/Hendrik Heiden
Kurz vor Ende der Dreharbeiten verletzte sich Miroslav Nemec und landete in der Notaufnahme: “Ich habe mir das Knie verrenkt”, verriet er der “Bild”. “Leider bei einer sehr normalen Szene: Ich bin einfach nur ums Eck gegangen. Die Blessuren, die ich mir in den Schlägereien zugezogen habe, waren nur aufgemalt.”
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Auch weitere Herausforderungen, die Dreharbeiten mit sich bringen, werden die beiden Darsteller nicht vermissen. Wachtveitl nennt zwei Dinge: “Frieren. Und früh aufstehen. Das stört mich schon seit meiner Schulzeit.” Nemec sieht es ähnlich: “Viel rennen. Das ist im Laufe der Jahre ja auch nicht angenehmer geworden.”
Ein Wiedersehen der beiden Kollegen wird es trotzdem geben – aber nicht vor der Kamera. Wachtveitl: “Wir machen privat einfach weiter.” Nemec ergänzt: “Und zwar eine Woche gemeinsam Urlaub in meinem Haus in Kroatien.”
Diese “Tatort”-Ermittler haben die tragischsten Geschichten.
